Stiftung Kulturkorridor
Bildung - Kunst - Kultur

Stiftung Kulturkorridor Gera


§ 1 Name. Sitz und Rechtsform

1. Die Stiftung führt den Namen „Stiftung Kulturkorridor Gera".

2. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Gera.


§ 2 Stiftunqszweck

1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steurbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Die Körperschaft ist

selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Zweck der Stiftung ist die regionale Förderung von Kunst und Kultur, Volks- und Berufsbildung.

3. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

    a. organisieren von Vorhaben, die geeignet sind, regionale, nationale und internationale Künstler zu unterstützen und zu fördern,

    b. Bereitstellung von künstlerisch gestalteten Instrumenten für Kindergärten oder Kinderheime, um somit die musikalische Ausbildung für Kinder frühzeitig zu fördern,

    c. Förderung von Maßnahmen, die zum Ziel haben, künstlerisch-musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen anzuregen,

    d. veranstalten von künstlerischen Workshops, um internationale, als auch regionale Künstler in der Region bekannt zumachen,

    e. organisieren von Aufführungen in den eigenen Räumen und an Musikschulen mit Kompositionen aller Epochen, im weltlichen und kirchlichen Bereich, mit jeglicher Instrumentierung, mit          

       Orchestern, Chören und Solisten,

    f. Entwicklung neuer Unterrichtsmethoden, wie digitalen Fernunterricht zu fördern, sowie die Erprobung neuer Klangkörper und die Untersuchung akustisch idealer und geeigneter Konzertsäle,

    g. die bildende Kunst wird gefördert durch Ausstellungen von Bildern und Skulpturen und Halten von Vorträgen durch Künstler aus aller Welt und in allen Kunstrichtungen;

    h. Organisieren von gemeinschaftlichen Veranstaltungen von und mit Bürgern —insbesondere Jugendlichen z. B. internationale Orchester als Maßnahme der Förderung von Kunst und Kultur.

Die Stiftung kann mittelbeschaffend i. S. des § 58 Nr. 1 AO für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen Körperschaft oder für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke 

durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts im Bereich der Förderung der künstlerischen Bildung von Kindern und Jugendlichen tätig werden und agiert in diesen Bereichen als Förderstiftung.

5. Das Wirken der Stiftung ist örtlich begrenzt auf Thüringen und Sachsen.


§ 3 Stiftungsgrundstockvermögen

1. Das Grundstockvermögen der Stiftung ergibt sich aus dem Stiftungsgeschäft. Dieses ist in seinem Bestand zu erhalten.

2. Dem Grundstockvermögen zuzuführen sind Zuwendungen, die dazu durch den Zuwender ausdrücklich bestimmt sind (Zustiftungen).


§ 4 Erträgnisse des Stiftungsvermögens

1. Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen sind im Rahmen der steuerlichen Vorschriften zeitnah zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden.

2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

3. Über die Vergabe von Mitteln entscheidet der Vorstand auf der Grundlage der Satzung. Ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung von Mitteln besteht nicht. Die Empfänger von Stiftungsmitteln 

müssen angehalten werden, Verwendungsnachweise wie Quittungen, Rechnungen und Finanzberichte zur Mittelverwendung vorzulegen.

4. Die Stiftung verzeichnet ihre Einnahmen und Ausgaben sowie ihr Vermögen und ihre Schulden in einem jährlich zu erstellenden Jahresabschluss in  Anlehnung an handelsrechtliche Grundsätze.

5. Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stifter und ihre Rechtsnachfolger erhalten keine Zuwendungen

aus den Mitteln der Stiftung.


§ 5 Stiftungsorgane

1. Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Beirat.

2. Die Mitglieder der Stiftungsorgane üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Der

Vorstand und der Beirat der Stiftung sollen keinerlei Vergütungen erhalten und

notwendige Aufwendungen selbst tragen und das Stiftungsvermögen durch

selbstlosen Einsatz von jeglichen Verwaltungskosten freihalten. Sie haben daher

keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen.


§ 6 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei und höchstens drei Personen. Eine Person des Vorstandes soll eine Person sein, welche ein Musikhochschulstudium oder eine

Kunstakademie erfolgreich abgeschlossen hat.

2. Die Mitglieder gehören dem Vorstand für die Dauer von 3 Jahren an. Vor Ablauf der Amtsdauer der auf bestimmte Zeit berufenen Mitglieder wählt der Beirat deren

Nachfolger. Wiederwahl ist zulässig. Nach Ablauf seiner Amtsdauer führt der amtierende Vorstand die Geschäfte bis zur Berufung des neuen Vorstandes fort

3. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus dem Vorstand aus, wählt der Beirat ein Ersatzmitglied. Das Ersatzmitglied gehört dem Vorstand wie die übrigen Mitglieder auf bestimmte Zeit an. Es ist nur bis 

zum Ablauf der Amtsdauer der übrigen Mitglieder des Vorstandes gewählt. Die Mitglieder des Vorstandes können vor Ablauf ihrer Amtszeit vom Beirat aus wichtigem Grunde, z. B. wegen 

stiftungsschädlichen Verhaltens oder persönlichen Gründen abberufen werden.

Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und ein bis zwei stellvertretende Vorsitzende für die Dauer der Amtszeit. Die Mitglieder des ersten Vorstandes werden im Stiftungsgeschäft 

bestimmt.


§ 7 Aufgaben des Vorstandes

1. Der Vorstand verwaltet die Stiftung. Ihm obliegen insbesondere:

    a) die Verwaltung des Vermögens,

    b) die Haushaltsplanung (auf der Grundlage der Erträgnisse des Vermögens und weiteren Einnahmen auf der Grundlage eines Wirtschaftsplans) und

    c) die Buchführung und Jahresabschlüsse sowie Steuererklärungen.

2. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Er handelt im Falle eines zweiköpfigen Vorstandes durch

seinen Vorsitzenden und den Stellvertreter jeweils allein oder im Falle des dreiköpfigen Vorstandes durch den Vorsitzenden allein und durch die stellvertretenden Vorsitzenden

gemeinsam.


§ 8 Beschlussfassuna des Vorstandes

1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Er Ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme 

des Vorsitzenden den Ausschlag.

2. Bei Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren oder in Textform, ist dieZustimmung der Mehrheit aller Mitglieder des Vorstandes erforderlich.


§ 9 Geschäftsführer

1. Der Vorstand kann bei hinreichenden Mitteln einen Geschäftsführer einsetzen. Dieser ist dem Vorstand verantwortlich und dessen Weisungen gebunden.

Der Geschäftsführer hat Anspruch auf Ersatz der ihm entstandenen Aufwendungen sowie auf eine angemessene Vergütung seiner Tätigkeit im Dienst der Stiftung, soweit hierfür Mittel zur 

Verfügung stehen.

2. Der Geschäftsführer ist zur Geschäftsführung der Stiftung berechtigt und an Gesetz und Satzung gebunden. Die Aufgaben und der Vertretungsumfang werden in einer Geschäftsordnung geregelt.

                                                                            

§ 10 Beirat

1. Der Beirat besteht aus 3, maximal 7 Personen. Der erste Beirat wird von den Stiftern berufen.

2. Der Beirat wird für die die Dauer von 3 Jahren bestellt und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Wiederwahlen sind zulässig. Die Mitglieder dürfen 

nicht zugleich Mitglieder des Vorstandes sein.

3. Scheidet eines der Beiratsmitglieder aus, kooptiert sich der Beirat selbst.

4. Die Mehrheit der Beiratsmitglieder soll eine musikalische oder künstlerische Vorbildung haben.

5. Der Beirat kann sich eine Geschäftsordnung geben.

6. Der Beirat hat insbesondere folgende Aufgaben:

    a) Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder,

    b) Beratung des Vorstandes und des Geschäftsführers und

    c) wirtschaftliche Kontrolle des Vorstandes, Risikomanagement und Vorgabe der Richtlinien für die Durchführung von Veranstaltungen.

                                                                    

§ 11 Beschlussfassung des Beirats

1. Der Beirat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens 50% seiner Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die 

Stimme des Vorsitzenden, im Falle seiner Abwesenheit, die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag. Ist auch der stellvertretende Vorsitzende verhindert, entscheidet bei 

Stimmengleichheit die Stimme desjenigen Mitgliedes, das zum Sitzungsleiter gewählt ist und die Sitzung leitet Bei der Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren oder in Textform ist

die Zustimmung der Mehrheit aller Mitglieder des Beirates erforderlich.

                                                                  

§ 12 Geschäftsgang, Geschäftsjahr

1. Bei der Verwaltung und Anlage des Vermögens ist die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu wahren.

2. Der Vorstand und der Beirat sind vom Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung, von einem stellvertretenden Vorsitzenden zu Sitzungen einzuberufen, so oft dies zur ordnungsgemäßen 

Geschäftsführung erforderlich erscheint, mindestens jedoch einmal im Jahr.

3. Der Vorstand und der Beirat sind außerdem einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder vom Vorstand und Beirat dies verlangen.

4. Der Beirat kann die Einberufung einer Vorstandssitzung verlangen.

5. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

6. Der Vorstand erstellt innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres einen Jahresbericht und eine Jahresrechnung. Der Geschäftsbericht, bzw. Jahresbericht und die 

Jahresrechnung sind dem Beirat und der Stiftungsaufsichtsbehörde sowie dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.

                                                                     

§ 13 Stiftungsbehörden

1. Stiftungsaufsichtsbehörde ist das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar.

Oberste Stiftungsbehörde ist das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Thüringen. Die stiftungsbehördlichen Genehmigungs- und Zustimmungsbefugnisse sind zu beachten.

                                                                 

§ 14 Satzungsänderung

1. Die Organe der Stiftung können Änderungen der Satzung beschließen, wenn sie den Stiftungszweck nicht berühren und die ursprüngliche Gestaltung der Stiftung nicht wesentlich verändern oder 

die Erfüllung des Stiftungszwecks erleichtern.

2. Beschlüsse über Änderungen der Satzung bedürfen einer Mehrheit von jeweils drei Vierteln der Mitglieder des Vorstandes und des Beirates.

                                                

§ 15 Zweckerweiterung, Zweckänderunq, Zusammenlegung, Zulegung, Auflösung

1. Die Organe der Stiftung können der Stiftung einen weiteren Zweck geben, der dem ursprünglichen Zweck verwandt ist und dessen dauernde und nachhaltige Verwirklichung

ohne Gefährdung des ursprünglichen Zwecks gewährleistet erscheint, wenn das Vermögen oder der Ertrag der Stiftung nur teilweise für die Verwirklichung des Stiftungszwecks benötigt wird.

2. Wird der Stiftungszweck unmöglich oder ändern sich die Verhältnisse derart, dass die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr möglich ist, können die Organe der 

Stiftung beschließen, einen Antrag auf Änderung des Stiftungszwecks, Auflösung, Zusammenlegung oder Zulegung zu einer anderen Stiftung, bei der Stiftungsaufsichtsbehörde zu stellen. Die 

Beschlüsse dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen

3. Beschlüsse über Zweckerweiterung und Anträge auf Zweckänderung, Zusammenlegung, Zulegung oder Auflösung bedürfen einer Mehrheit von jeweils drei Vierteln der Mitglieder

des Vorstandes und des Beirats. Sie sind vorher der zuständigen Finanzbehörde zur Stellungnahme vorzulegen.

4. Beschlüsse über Zweckerweiterung und Anträge auf Zweckänderung, Zusammenlegung, Zulegung oder Auflösung werden erst nach Genehmigung bzw. Entscheidung der

Stiftungsbehörde wirksam.

                                                                

§ 16 Anfallberechtiqunq

Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Stiftung, oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke der Stiftung fällt das Vermögen an die Stadt Erfurt, die es unmittelbar und ausschließlich für 

gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

                                                                         

§ 17 Inkrafttreten

Die Stiftungsatzung tritt am Tage der Zustellung der Anerkennungsurkunde in Kraft.

 


 


 
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